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	<title>Die Klimakrise</title>
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	<description>Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung - und was wir gegen sie unternehmen können</description>
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		<title>&#8220;Angeblich dubiose Quellen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 11:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPCC]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[So lautet die Überschrift zu einem Spiegel-Online-Artikel vom 31. Januar 2010. In bester ehemaliger-Nachrichtenmagazin-Manier versuchte Christoph Seidler dort, eine Reihe angeblicher Fehler im Vierten IPCC-Sachstandsbericht herbeizu(ver)dichten. Nicht dass der AR4 fehlerfrei wäre &#8211; das wäre bei einem 3.000-Seiten-Bericht ein wahres Wunder. Nein, es ist bloß so dass keiner der bisher gefundenen Fehler irgendwas am grundlegenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So lautet die Überschrift zu einem <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,675117,00.html">Spiegel-Online-Artikel</a> vom 31. Januar 2010. In bester ehemaliger-Nachrichtenmagazin-Manier versuchte Christoph Seidler dort, eine Reihe angeblicher Fehler im Vierten IPCC-Sachstandsbericht herbeizu(ver)dichten. Nicht dass der AR4 fehlerfrei wäre &#8211; das wäre bei einem 3.000-Seiten-Bericht ein wahres Wunder. Nein, es ist bloß so dass keiner der bisher gefundenen Fehler irgendwas am grundlegenden Bild geändert hat, auch wenn das Sekretariat ein <a href="http://e360.yale.edu/content/feature.msp?id=2221">haarsträubendes Krisenmangament</a> hingelegt und die <a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen/weltklimarat-soll-unabhaengiger-werden-/1680268.html">Renovierungsbedürftigkeit des IPCC</a> offenbart hat.</p>
<p>Daran ändert auch nichts, dass der Spiegel sich selbst auf dubiose Quellen verlässt und damit exakt das tut, was dem IPCC fälschlicherweise vorgeworfen wird. Der Spiegel bezieht sich nämlich auf einen Artikel von Jonathan Leake in der Sunday Times, um folgendes zu behaupten:</p>
<blockquote><p>Da wäre zunächst einmal ein Textabschnitt zur Zukunft des  Amazonas-Regenwaldes, mit der sich  <a title="Sunday Times zur Amazonas-Prognose" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/news/environment/article7009705.ece" target="_blank">die &#8220;Sunday  Times&#8221;</a> befasst. Sie soll nicht nur aus zweifelhafter Quelle  stammen, sondern auch noch inhaltlich falsch sein &#8211; die Angelegenheit  erinnert also auf den ersten Blick an die falsche Prognose zu den  Himalaja-Gletschern.</p></blockquote>
<p>Tut sie nicht, sie erinnert vielmehr an die <a href="http://klimakrise.de/2009/12/31/das-ehemalige-nachrichtenmagazin/">umrühmliche</a> <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2010-06-10/spiegel-vs-zeit-zum-klimawandel">Geschichte</a> der Klimaberichterstattung im Spiegel. Zwar lässt man beim Spiegel wenigstens den WWF zu Wort kommen, dessen Amazonas-Bericht vom IPCC zitiert wurde. Doch tiefer geht die Analyse nicht, obwohl ein wenig Recherche im Netz schnell die gravierenden Schwächen des Times-Artikels offenbart hätte. Der nämlich war grundfalsch, wie vor allem durch die <a href="http://scienceblogs.com/deltoid/global_warming/leakegate/">Arbeit von Tim Lambert</a> schnell bekannt wurde, der eine ganze Reihe unsauber verfasster Artikel von Jonathan Leake aufdeckte.</p>
<p>Vor kurzem hat man das Problem dann auch endlich bei der Times eingesehen und den <a href="http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2010/06/von-wegen-climategate.php">Artikel offiziell zurückgezogen</a>. Nur beim Spiegel ist das bislang noch nicht angekommen.</p>
<p><em>Von Nils Simon</em></p>
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		<title>BP ist so nett</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 09:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Öl]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt hat sich der Ölkonzern bereit erklärt, nicht länger Meeresschildkröten zu verbrennen. Vier US-Tierschutzorganisationen hatten gegen die Praxis geklagt, Ölteppiche zu verbrennen, weil dies zu schweren Brandwunden an zahlreichen Tieren führte. Stattdessen dürfen die Tiere von nun an wie im restlichen Teil des ölverseuchten Golfs von der schwarzen Brühe eingekleistert werden, um dann qualvoll zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hat sich der Ölkonzern bereit erklärt, nicht länger <a href="This may be the case because in the blogosphere, just like in the real world, a political conflict has mimicked as a scientific argument. Peter Jacques has rightly coined environmental skepticism a &quot;rearguard of modernity&quot; (PDF), defending the old model of fossil energy-fueled economic growth against an ecologically modernised economy. On the other side, Ted Nordhaus and Michael Shellenberger have added some confusion (read: very interesting viewpoints) to the debate. With green economic models proving successful all over the world, we have a German industry association saying a 30% reduction in greenhouse gas emissions until 2020 is economically feasible. Proponents of strong climate policies have trust in the market, while industry advocates of old fear that the economy may be too weak to deliver the raw material for a sustainable mode of living.  The old lines of conflict have become diffuse, making it difficult to figure out who's on what side, or what the sides actually are these days. ">Meeresschildkröten zu verbrennen</a>. Vier US-Tierschutzorganisationen hatten gegen die Praxis geklagt, Ölteppiche zu verbrennen, weil dies zu schweren Brandwunden an zahlreichen Tieren führte. Stattdessen dürfen die Tiere von nun an wie im restlichen Teil des ölverseuchten Golfs von der schwarzen Brühe eingekleistert werden, um dann qualvoll zu ersticken. Das ergibt nebenbei bemerkt auch <a href="http://www.facebook.com/photo.php?pid=4487298&amp;id=578193701#!/album.php?aid=15995&amp;id=119101198107726&amp;page=2">keine schönen Bilder</a>. Aber bloß nicht über einen Boykott reden&#8230;</p>
<p><em>Von Nils Simon</em></p>
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		<title>A new try. In English.</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 12:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Usually, I post in German. Given that I read about climate change mostly in English, and I hold a lot of discussions in English as well, I thought about publishing here in both languages. But then I thought this might lead to some confusion for mostly German-speaking readers. And of course, who living in England [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Usually, I post in German. Given that I read about climate change mostly in English, and I hold a lot of discussions in English as well, I thought about publishing here in both languages. But then I thought this might lead to some confusion for mostly German-speaking readers. And of course, who living in England would like to visit a German blog, after what we&#8217;re about to do with their football team on Sunday? So I&#8217;ve decided to create a place for my more internationally-oriented stuff:</p>
<p><a href="http://klimapolis.wordpress.com/">Klimapolis</a></p>
<p>You&#8217;re welcome to see my first post there on refurbishing the UNFCCC.</p>
<p><em>Nils Simon</em></p>
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		<title>Erstaunliche Statistiken zur öffentlichen Wahrnehmung des Klimawandels</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 12:13:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nicht lustig]]></category>

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		<description><![CDATA[Werner Krauss zufolge stimmt was nicht mit mir, wenn ich mir Statistiken zur öffentlichen Wahrnehmung des Klimawandels anschaue. Aber erstens sind die gar nicht so schlimm wie in den letzten Monaten oft behauptet. Und zweitens können sie durchaus unterhaltsam sein. Beweis folgt.

Quelle: NY Times.
Von Nils Simon
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://klimazwiebel.blogspot.com/2010/06/climate-science-and-public-opinion.html">Werner Krauss</a> zufolge stimmt was nicht mit mir, wenn ich mir Statistiken zur öffentlichen Wahrnehmung des Klimawandels anschaue. Aber erstens sind die <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,699967,00.html">gar nicht so schlimm</a> wie in den letzten Monaten oft behauptet. Und zweitens können sie durchaus unterhaltsam sein. Beweis folgt.</p>
<p><a href="http://klimakrise.de/wp-content/uploads/2010/06/publicopinionandskepticism.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1260" title="publicopinionandskepticism" src="http://klimakrise.de/wp-content/uploads/2010/06/publicopinionandskepticism.jpg" alt="" width="442" height="1054" /></a></p>
<p>Quelle: NY Times.</p>
<p><em>Von Nils Simon</em></p>
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		<title>The internet and the social construction of climate change</title>
		<link>http://klimakrise.de/2010/06/13/the-internet-and-the-social-construction-of-climate-change/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 12:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globale Erwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 1. Juni war ich im französischen Giens auf einer Spring School eingeladen und habe dort einen Vortrag zum Thema Klimawandel und neue Medien gehalten. Die Folien zur Präsentation &#8220;The internet and the social construction of climate change&#8221; können hier (PDF) heruntergeladen werden. Ich schreibe immer relativ viel Text, der Großteil sollte also selbsterklärend sein.
Von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Juni war ich im französischen <a href="http://nice.ipsl.jussieu.fr/meetings/nice_2010_06/">Giens auf einer Spring School</a> eingeladen und habe dort einen Vortrag zum Thema Klimawandel und neue Medien gehalten. Die Folien zur Präsentation &#8220;The internet and the social construction of climate change&#8221; können <a href="http://klimakrise.de/wp-content/uploads/2010/06/The-Internet-and-the-Social-Construction-of-Climate-0.4.pdf">hier (PDF)</a> heruntergeladen werden. Ich schreibe immer relativ viel Text, der Großteil sollte also selbsterklärend sein.</p>
<p><em>Von Nils Simon</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>IPCC Review-Prozess</title>
		<link>http://klimakrise.de/2010/06/11/ipcc-review-prozess/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 10:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[IPCC]]></category>

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		<description><![CDATA[Der InterAcademy Council bereitet gerade seinen Review-Prozess des IPCC vor. Dazu lädt er herzlich ein, Kommentare einzureichen. Bis 1. Juli hat jede/r Gelegenheit dazu, Kritik und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Ich habe das bereits getan, wobei ich mich auf zwei Kernanliegen konzentriert habe: Öffnung/Partizipation und Transparenz.
Eine Öffnung des IPCC-Prozesses hin zur Netzöffentlichkeit scheint mir ein bedenkenswertes Mittel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der InterAcademy Council bereitet gerade seinen <a href="http://reviewipcc.interacademycouncil.net/index.html">Review-Prozess des IPCC</a> vor. Dazu lädt er herzlich ein, <a href="http://reviewipcc.interacademycouncil.net/comments.html">Kommentare einzureichen</a>. Bis 1. Juli hat jede/r Gelegenheit dazu, Kritik und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Ich habe das bereits getan, wobei ich mich auf zwei Kernanliegen konzentriert habe: Öffnung/Partizipation und Transparenz.</p>
<p>Eine Öffnung des IPCC-Prozesses hin zur Netzöffentlichkeit scheint mir ein bedenkenswertes Mittel, um bessere Ergebnisse, mehr Akzeptanz und insgesamt ein wirkungsvolleres Review-Verfahren zu erzielen. Natürlich braucht es dafür mehr Personal im Sekretariat bzw. bei den Technical Support Units und entsprechende Bereitschaft seitens der Lead Authors oder ihrer Assistenten, die Fülle von Kommentaren abzuarbeiten. Doch ich denke, die Vorteile könnten dies locker wieder aufwiegen.</p>
<p>Transparenz schießlich halte ich für notwendig, um vor allem den Einfluss von Regierungsvertretern auf die Sprachfindung bemessen zu können. Ich erinnere mich gut daran, dass in Medien nach der Veröffentlichung des AR4 von einigen beteiligten Wissenschaftlern über den zu großen Einfluss der Politik geschimpft wurde, die wichtige Aussagen verwässert haben wollte. Na, und natürlich ist Transparenz über den Prozess wichtig um im Nachhinhein feststellen zu können, wie es beispielsweise zum unsäglichen Gletscher-Fehler gekommen ist.</p>
<p><em>Von Nils Simon</em></p>
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		<title>Im SPIEGEL der ZEIT</title>
		<link>http://klimakrise.de/2010/06/10/im-spiegel-der-zeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 19:57:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ehemalige Nachrichtenmagazin macht seinem Namen alle Ehre, wie Stefan Rahmstorf in der Klimalounge berichtet. Rahmstorf bezieht sich auf eine medienwissenschaftliche Diplomarbeit von Robin Avram, deren Ergebnisse er wir folgt zusammenfasst:
Die Untersuchungsmethode ist Standard: man nehme einen vorher  definierten Untersuchungszeitraum (hier November 2006 bis August 2007)  und analysiere alle in diesem Zeitraum erschienenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ehemalige Nachrichtenmagazin macht seinem Namen alle Ehre, wie Stefan Rahmstorf in der <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2010-06-10/spiegel-vs-zeit-zum-klimawandel">Klimalounge</a> berichtet. Rahmstorf bezieht sich auf eine <a href="http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/89747.html">medienwissenschaftliche Diplomarbeit von Robin Avram</a>, deren Ergebnisse er wir folgt zusammenfasst:</p>
<blockquote><p>Die Untersuchungsmethode ist Standard: man nehme einen vorher  definierten Untersuchungszeitraum (hier November 2006 bis August 2007)  und analysiere alle in diesem Zeitraum erschienenen Artikel zum Thema  Klimawandel nach bestimmten objektiven Kriterien. Zum Beispiel: welche  Forscher werden wie oft wörtlich zitiert? Mit welchen Forschern werden  Interviews abgedruckt?</p>
<p>Im SPIEGEL sieht die Rangliste der am häufigsten zum Klimawandel  zitierten Naturwissenschaftler so aus:</p>
<p>1. Hans von Storch (7 Zitate)<br />
2. Josef Reichholf (5 Zitate)<br />
3. Richard Lindzen (4 Zitate)</p>
<p>Zudem erschienen im Untersuchungszeitraum im SPIEGEL zwei Interviews mit  Wissenschaftlern zum Thema Klimawandel: mit Hans von Storch und Josef  Reichholf.</p></blockquote>
<p>Hmmm&#8230;.</p>
<p><em>Von Nils Simon</em></p>
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		<title>BILD kündet neue Eiszeit an!</title>
		<link>http://klimakrise.de/2010/05/04/bild-kundigt-neue-eiszeit-an/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 16:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Stolpe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globale Erwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich glaube wir haben hier hier noch nie über Deutschlands grösste Boulevardzeitung geschrieben. Das muss dringend nachgeholt werden und da bietet sich der Bild-Online Artikel &#8220;Bibber-Winter und Regen-Frühling: Erleben wir die nächste Eiszeit?&#8221; an. Besonders viel Inhalt hat er nicht: Kurz zusammgefasst, ist die Sonne am &#8220;bibber Wetter&#8221; schuld und wir befinden uns in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.santacher.de/wp-content/uploads/2010/02/bloed.jpg" alt="blöd" width="82" height="81" />Ich glaube wir haben hier hier noch nie über Deutschlands grösste Boulevardzeitung geschrieben. Das muss dringend nachgeholt werden und da bietet sich der Bild-Online Artikel &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/news/2010/05/04/sonnenflecken-klimaexperte-dominik-jung/erleben-wir-jetzt-die-naechste-kleine-eiszeit.html">Bibber-Winter und Regen-Frühling: Erleben wir die nächste Eiszeit?</a>&#8221; an. Besonders viel Inhalt hat er nicht: Kurz zusammgefasst, ist die Sonne am &#8220;bibber Wetter&#8221; schuld und wir befinden uns in einer neuen kleinen Eiszeit.<br />
Dazu der &#8220;Bild-Klimaexperte&#8221; Dominik Jung</p>
<blockquote><p>Derzeit sind recht wenige Sonneflecken zu beobachten. Das bedeutet eine verringerte Strahlungsintensität der Sonne, sie heizt uns also weniger stark ein. Als es im Mittelalter die kleine Eiszeit gab war das ähnlich. Daher könnten wir auch jetzt wieder von einer kleinen Eiszeit sprechen.“ Jung weiter: „Ein weiteres Zeichen ist, dass die Temperaturen derzeit unter den Durchschnittswerten liegen.“</p></blockquote>
<p><span id="more-1225"></span></p>
<p>Aha. An Dämlichkeit ist der Artikel wohl nur noch von den &#8220;<a href="http://klimakrise.de/2010/04/22/eike-updated/">EIKE-Experten</a>&#8221; zu übertreffen. Dennoch will ich noch kurz die zahlreichen Fehler aufzählen:<br />
i) BILD vermischt Wetter und Klima. Dass die Temperaturen derzeit unter den Durchschnittstemperaturen liegen ist Wetter und hat nichts mit den Sonnenflecken zu tun. Genauso absurd ist es natürlich kühles Wetter als &#8220;kleine Eiszeit&#8221; zu bezeichnen.<br />
ii) Weiter verschweigt BILD, dass die Temperaturen vielleicht aktuell in Deutschland unter dem Durchschnitt liegen, global aber neue Rekordhöhen anstreben. Der Januar war global der zweitwärmste je gemessene, genau wie der Februar und der März (<a href="http://data.giss.nasa.gov/gistemp/tabledata/GLB.Ts+dSST.txt">nachzuschauen hier</a>). Die letzten 12 Monate waren insgesamt die <a href="http://www.scienceblogs.de/primaklima/2010/04/die-globale-abkuhlung-geht-unbarmherzig-weiter-rekordticker-marz.php">wärmsten</a> seit Messbeginn. Ich weiss nicht, Eiszeit habe ich mir irgendwie anders vorgestellt.<br />
iii) Zuletzt bleibt noch die Frage, ob ein solares Minimum heute überhaupt noch in der Lage ist, eine neue kleine Eiszeit auszulösen. Wir erinnern uns: Da waren so olle <a href="http://klimakrise.de/2009/06/21/treibhauseffekt-teil-iii-treibhausgase-und-menschliches-zutun/">Gase</a>, die irgendwas mit der Atmosphäre anstellen. Nein, selbst wenn es im 21. Jaharhundert eine lang anhaltenden Periode mit geringer solarer Aktivität geben sollte, wird damit nur ein Bruchteil der Erwärmung, die durch die Treibhausgase verursacht wird, aufgehoben (<a href="http://www.agu.org/pubs/crossref/2010/2010GL042710.shtml">Feulner und Rahmstorf (2010)</a>).</p>
<p>Eine gute Nachricht hat Dominik Jung dann aber auch noch für uns:</p>
<blockquote><p>Keine Sonnenflecken, kleine Eiszeit: Versaut uns das den Sommer in Deutschland?<br />
Dominik Jung: „Nein! Der Mai bleibt zwar verregnet und kühl, aber ab Juni wird es warm und trocken mit Spitzenwerten bis zu 37 Grad.“</p></blockquote>
<p>Ich muss schon sagen, diese neue kleine Eiszeit ist aber auch wirklich aussergewöhnlich kurz: Nur ein paar Monate. Die tatsächliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit">kleine Eiszeit</a> war übrigens einige Jahrhunderte lang&#8230;</p>
<p><em>von Martin Stolpe</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Beeinflusst das Klima den Vulkanismus?</title>
		<link>http://klimakrise.de/2010/05/01/beeinflusst-das-klima-den-vulkanismus/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 May 2010 21:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Stolpe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisschilde und Gletscher]]></category>
		<category><![CDATA[Globale Erwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimageschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Paläoklimatologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Vulkane das Klima beeinflussen ist nicht neu. Bei grossen Vulkansausbrüchen erhöhen etwa Sulfat-Aerosole die Albedo der Erde und sorgen so für eine Klimaabkühlung. Auch stossen sie Kohlendioxid aus &#8211; derzeit etwa 100 &#8211; 150 Millionen Tonnen pro Jahr &#8211;  was bekanntlich das Klima beeinflusst. Doch, was weniger bekannt ist, auch das Klima beeinflusst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Vulkane das Klima beeinflussen ist nicht neu. Bei grossen Vulkansausbrüchen erhöhen etwa Sulfat-Aerosole die Albedo der Erde und sorgen so für eine Klimaabkühlung. Auch stossen sie Kohlendioxid aus &#8211; derzeit etwa 100 &#8211; 150 Millionen Tonnen pro Jahr &#8211;  was bekanntlich das Klima beeinflusst. Doch, was weniger bekannt ist, auch das Klima beeinflusst die Vulkanaktivität. Warum und was für Konsequenzen das hat, das ist Thema dieses Beitrages.</p>
<p>Beim Abschmelzen der Gletscher und Eiskappen während des Übergangs vom letzten Glazial zum aktuellem Interglazial, dem Holozän, zeigen globale Rekonstruktionen der Vulkanaktivität eine Zunahme um den Faktor 2 &#8211; 6 über das Hintergrund-Level.<br />
<a href="http://klimakrise.de/wp-content/uploads/2010/05/vulkanismus-zunahme.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1204" title="vulkanismus zunahme" src="http://klimakrise.de/wp-content/uploads/2010/05/vulkanismus-zunahme-440x302.jpg" alt="" width="440" height="302" /></a><br />
<em>Rekonstruierte Anzahl an Vulkanausbrüchen bis 2000 Jahre vor heute (aus <a href="http://www.people.fas.harvard.edu/~phuybers/Doc/volc_ice.pdf">Huybers &amp; Langmuir 2009</a>). Es ist eine starke Zuname der Events zu sehen.</em></p>
<p><em><span id="more-1202"></span></em>Warum diese Zunahme? Beim Abschmelzen des Eises, das auf Vulkanen liegt, nimmt die auf ihnen liegende Masse ab. Dies führt zu einer Druckentlastung wodurch zusätzliches Mantelgestein aufschmilzt, da der Schmelzpunkt vom Druck abhängig ist (bei einer Druckentlastung sinkt der Schmelzpunkt). Durch das zusätzlich vorhandene Magma ist mit einer Zunahme der Vulkanaktivität zu rechnen. Bei submarinen Vulkanen bewirkt das entsprechend genau das Gegenteil: Der Meeresspiegel nahm in dieser Zeit etwa 120 m zu, wodurch der Druck zunimmt und der Theorie zu Folge die Aktivität abnimmt. Nach Huybers &amp; Langmuir 2009 werden durch diesen gegenläufigen Prozess aber nur 20% der Zunahme durch subaerische Vulkane ausgeglichen.</p>
<p>Was bedeutet dieser Effekt: Zum einen scheint hier ein potentiell bedeutungsvoller Feedback zu exisitieren: Bekanntlich wirken sich die Milankovitch-Zyklen besonders auf hohe Breitengrade aus:<br />
<a href="http://klimakrise.de/wp-content/uploads/2010/05/milankovitch.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1210" title="milankovitch" src="http://klimakrise.de/wp-content/uploads/2010/05/milankovitch-440x244.png" alt="" width="440" height="244" /></a><em><a href="http://www.amazon.com/Ice-Ages-Interglacials-Interpretation-Environmental/dp/3540896791">Rupp 2009</a></em><br />
Hier mit einem roten Pfeil die anhand der Milankovitch-Zyklen rekonstruierte, jährliche Solareinstrahlung bei 65°N vor ca. 110.000 Jahren, dem Ende der letzten Warmphase, markiert. Diese war damals deutlich reduziert, was nach gängiger Theorie zu einem Wachsen der Eismassen in der nördlichen Hemisphäre geführt hat, da im Sommer die Solareinstrahlung nicht mehr ausreichte um die im Winter neu hinzugekommenen Eismassen zu schmelzen. Dies hat sich natürlich auf die Albedo (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eis-Albedo-R%C3%BCckkopplung">Eis-Albedo Feedback</a>) ausgewirkt und zusammen mit einem Absinken der Kohlendioxid-Konzentration das nächste Glazial verursacht.<br />
Warum die Kohlendioxid-Konzentration sank, ist noch nicht restlos aufgeklärt. Möglicherweise könnte, bedingt duch das Eiswachstum auf der Nordhemisphäre die Vulkanaktivität abgenommen haben und somit der vulkansiche CO<sub>2</sub>-Eintrag in die Atmosphäre. Potentiell hat der Feedback nach Huybers &amp; Langmuir jedenfalls die Möglichkeit eine relevante Rolle zu spielen: Sie schätzen, dass 40 ppm des CO<sub>2</sub> Anstieges zwischen letztem Glazial auf dieses Interglazial durch diesen Vulkan-Feedback verursacht sein könnten (was etwa 40% des gesamten Anstieges entspräche).</p>
<p>Vielleicht hat sich der eine oder andere Leser gefragt: Gut, was vor ein paar Jahrtausenden war, schön und gut, aber könnte nicht die aktuelle Gletscherschmelze auch zu einer Zunahme der Vulkanaktivität führen?</p>
<p>Damit hat sich <a href="http://rsta.royalsocietypublishing.org/content/368/1919/2535.abstract">Hugh Tuffen 2010</a> näher beschäftigt. Ihm zufolge wird es zu einer Zunahme kommen, die grosse Frage ist nur, wie lange dauert es? Leider ist hier noch recht wenig bekannt, Daten aus Island zu Folge dürften es Zeiträumen von mehreren tausend Jahren sein. Doch lässt sich wohl kaum von einer Region auf tekonisch andere schliessen. Deshalb fordert Tuffen, dass hier noch mehr Forschung nötig sei.</p>
<p>Immerhin hat die Gletscherschmelze auf den Vulkanen nach Tuffen auch eine positive Folge: Schmelzen kleinere Gletscher oder Eiskappen auf Vulkanen ab, so nimmt die Gefahr von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lahar">Laharen</a> (Schlammströme) ab, da mit dem Schwinden des Eises die potentiell mögliche Menge an Schmelzwasser, die bei einem Vulkanausbruch freigesetzt werden kann, abnimmt.</p>
<p><em>Übrigens gibt es auch von Jörg Zimmermann einen Beitrag zu diesem Thema: <a href="http://globalklima.blogspot.com/2010/04/klimawandel-lat-die-erde-beben-und.html">Klimawandel läßt die Erde beben und Vulkane speien</a></em></p>
<p><em>von Martin Stolpe</em></p>
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		<title>Gewerkschaften und Umweltbewegung</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 14:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltbewegung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments für Bündnis 90/Die Grünen, hat in der Mitgliederzeitung der IG-Metall einen lesenswerten Beitrag zu den verbindenden Elementen von Umweltbewegung und Gewerkschaften veröffentlicht. Ich gebe den auch auf Svens Blog erschienenen Artikel hier mit freundlicher Genehmigung im Volltext wieder, weil er einige interessante Punkte anspricht und zeigt, wie zwei wichtige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sven-giegold.de">Sven Giegold</a>, Mitglied des Europäischen Parlaments für Bündnis 90/Die Grünen, hat <a href="http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_4393.htm">in der Mitgliederzeitung der IG-Metall</a> einen lesenswerten Beitrag zu den verbindenden Elementen von Umweltbewegung und Gewerkschaften veröffentlicht. Ich gebe den <a href="http://www.sven-giegold.de/2010/gewerkschaften-und-umweltbewegung-helm-und-halm/">auch auf Svens Blog erschienenen Artikel</a> hier mit freundlicher Genehmigung im Volltext wieder, weil er einige interessante Punkte anspricht und zeigt, wie zwei wichtige gesellschaftliche Akteure zueinander finden und sich sinnvoll ergänzen können.</p>
<h3>Gewerkschaften und Umweltbewegung: Helm und Halm</h3>
<p><em>Von Sven Giegold</em></p>
<p>Es ist lange her, dass Umweltbewegung und Gewerkschaften sich unversöhnlich gegenüber standen: Hier die Rächer der Feldhamster und dort die Wachstumsfetischisten ohne Sinn für die natürlichen Lebensgrundlagen. Die Zeiten haben sich geändert. Heute müssen Umweltschutz und Gewerkschaften gemeinsam an Lösungen arbeiten.</p>
<p>Die Mehrheit in der Umweltbewegung und bei den Grünen hat gelernt, dass der Schutz der Natur nur mit den Menschen und insbesondere mit einer überzeugenden Antwort auf die wirtschaftlichen und sozialen Fragen der Zukunft geht. Umgekehrt sehen sich die Gewerkschaften durch Klimawandel und Ressourcenknappheit einem ökologisch getriebenen Strukturwandel aller Schlüsselindustrien gegenüber.</p>
<h4><span id="more-1197"></span><strong>Energieeffizienz</strong></h4>
<p>Die Energieversorgung muss weg vom immer teurer werdenden Öl und Gas. Dabei zeigen immer mehr Studien, dass der Umstieg auf Energieeffizienz und 100 Prozent erneuerbare Energien keine Spinnerei ist, sondern möglich und bereits im vollen Gange ist. Gerade die Maschinenbaubranche ist ein Gewinner dieser Strategie.</p>
<p>Ähnliches gilt für die Materialeffizienz. In der verarbeitenden Industrie liegen die Materialkosten mit circa 40 Prozent doppelt so hoch wie die Arbeitskosten. Diese Tendenzwirdsich angesichts global begrenzter Ressourcen fortsetzen.Die Industrie der Zukunft wird entweder energie- und materialeffizient sein – oder kaumüberlebensfähig. Neue Fundamente.</p>
<p>Die Mobilitätsindustrien Bahn, Busse, Autos und Luftverkehr stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Einerseits ist der zügige Ausbau von BahnenundöffentlichenVerkehrsmitteln angesagt. Andererseits mussdasAuto grünerwerden, also leichter, sparsamer undmit regenerativer Energie angetrieben.</p>
<h4><strong>Mobilität</strong></h4>
<p>Für kurze Strecken bietet das Elektroauto hier die größten Chancen. Andere Länder, allen voran China, machen uns derzeit vor, wie dieser Wandel durch eine gezielte grüne Industriepolitik vorangetrieben werden kann. Die Chemieindustrie hängt am Tropf des Öls, der wichtigsten Rohstoffbasis. Auch hier sind Um baukonzepte in Richtung Effizienz und nachwachsende Rohstoffe gefragt. Die Branche, in der es früher stank und krachte, würde auch von einer konsequenten energetischen Sanierung des Gebäudebestands profitieren. Mit ordentlichem Dämmmaterial und mehr Anstrengungen in der Altbausanierung könnten wir nicht nur mehrere hunderttausend Jobs schaffen, sondern auch die Energiekosten der Bewohner langfristig senken.</p>
<p>Bei all dem geht es nicht um ein paar zusätzliche Ökoprodukte, sondern um einen ganz grundlegenden Umbau der Industrie. Wer diesen Wandel verschläft oder die notwendigen politischen Rahmensetzungen dafür behindert, wird die effizienten Produkte von anderswo einführen müssen. Es werden diejenigen Regionen und Unternehmen die Entwickler und Exporteure der Zukunft sein, die den notwendigen Investitionsschub zuerst zuwege bringen.</p>
<h4><strong>Neue Allianzen</strong></h4>
<p>In den USA und Großbritannien arbeiten Gewerkschaften und Umweltverbände in einflussreichen Bündnissen an der gemeinsamen Durchsetzung einer ökologischen Industriepolitik. Die Zahl der “blaugrünen Allianzen” wächst stetig. Das heißt nicht, dass nun alle Konflikte verschwinden. Auch weiterhin wird es Konflikte geben zwischen dem Wunsch nach Arbeitsplätzen und dem Wunsch, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Aber in Gewerkschaften und Umweltorganisationen setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass der Widerspruch nicht zwischen Arbeit und Natur, sondern zwischen alten umweltschädlichen Jobs und neuen Zukunftsbranchen besteht.</p>
<p>Die Grünen können von den Gewerkschaften lernen, wie wichtig die soziale Frage dabei ist. Der ökologische Wandel wird nur kommen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird. Es war ein Irrweg, nur auf die Ökosteuer und die Verteuerung umweltschädlichen Konsumierens und Produzierens zu setzen. Vielmehr kommt es darauf an, mit einer modernen ökologischen Industriepolitik bezahlbare Angebote an Produkten und Arbeitsplätzen zu schaffen, damit sich die Menschen auch wirklich umweltfreundlich verhalten können.</p>
<p>Umgekehrt können Gewerkschaften in der Kooperation mit den Umweltverbänden lernen, wie man auch außerhalb von Arbeitskämpfen erfolgreich Kampagnen macht. Gerade beim Einsatz des Internets, aber auch bei der Stärkung der Glaubwürdigkeit der Organisationen, können Gewerkschaften von den Öko-Organisationen noch einiges lernen.</p>
<h4><strong>Neue Aussichten</strong></h4>
<p>Ein Bündnis für den ökologischen Umbau der Industrie und umweltfreundlichen Konsumkönnte also sowohl für Gewerkschaften wie auch für die Umweltbewegungen, für gute Arbeit und die Natur ein großer Gewinn sein.Vielleicht wird sogar noch mehr daraus: Die politische Basis für neue gesellschaftliche und politische Mehrheiten, die spätestens 2013 die rückstandsfreie Entsorgung der schwarz-gelben Koalition erlaubt.</p>
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