Climategate ein Pseudoskandal, jetzt auch offiziell
Das Geschrei um Climategate, die angeblich durch gehackte-Emails aufgedeckte weltweite Verschwörung von Klimaforschern, war riesig. Daran änderte auch nicht, dass von Anfang an alles danach aussah als wüte hier ein Sturm im Wasserglas. Climategate ist damit ein Pseudoskandal, ein künstlich aufgeblähter Ersatzschauplatz für eine ganz andere Kontroverse.
Vor wenigen Tagen ist nun der Untersuchungsbericht der Pennsylvania State University erschienen, welche die Vorwürfe gegen Paläoklimatologen Michael E. Mann untersuchte. Janet Stemwedel gibt eine ausführliche Zusammenfassung, und Christian Reinboth kommentiert ergänzend dazu. Kurz zusammengefasst: Drei von vier Vorwürfen wurden vollständig zurückgewiesen, nämlich bezüglich der Fälschung oder Unterschlagung von Daten, dem Löschen von E-Mails während der Arbeit am Vierten IPCC-Sachstandsbericht, und der missbräuchlichen Verwendung nicht allgemein zugänglicher Daten. In all diesen Fällen lautet das Urteil: Nachdem die Vorwürfe nicht untermauert werden konnten besteht kein Anlass, ihnen weiter auf den Grund zu gehen.
Der vierte Vorwurf, nämlich von wissenschaftlichen Standards abgewichen zu sein, wird nun von einem weiteren Ausschuss gesondert untersucht. Da Manns Arbeiten bereits 2006 von der National Academy of Sciences (bzw. dem ausführenden National Research Council) im Wesentlichen bestätigt wurden, wenn die NAS auch die Ergebnisse stellenweise vorsichtiger interpretierte, dürfte hier wenig Überraschendes herauskommen. James Annan erwartet ebenfalls keine dramatische Wende auf den letzten Metern.
Michael Mann sieht das entsprechend entspannt und reagierte erfreut auf das Ergebnis.
“I am very pleased that, after a thorough review, the independent Penn State committee found no evidence to support any of the allegations against me.
Three of the four allegations have been dismissed completely. Even though no evidence to substantiate the fourth allegation was found, the University administrators thought it best to convene a separate committee of distinguished scientists to resolve any remaining questions about academic procedures.
This is very much the vindication I expected since I am confident I have done nothing wrong.
I fully support the additional inquiry which may be the best way to remove any lingering doubts. I intend to cooperate fully in this matter – as I have since the beginning of the process.“
Von Nils Simon
Posted: 12 Februar, 2010 in Globale Erwärmung, Klimaskepties.
