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	<title>Kommentare zu: Gestern: Kopenhagen. Morgen: Vier Grad Plus</title>
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	<description>Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung - und was wir gegen sie unternehmen können</description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Aug 2010 16:50:19 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Nils Simon</title>
		<link>http://klimakrise.de/2009/12/20/gestern-kopenhagen-morgen-vier-grad-plus/comment-page-1/#comment-7035</link>
		<dc:creator>Nils Simon</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 23:43:59 +0000</pubDate>
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		<description>Juliane, ich kann Dir vollkommen zustimmen. Welches Forum wirklich das richtige für globale, multilaterale Verhandlungen ist scheint in der Tat gerade in der Schwebe zu sein. Erst Handel, jetzt Klima: Die großen Verhandlungsarenen stecken fest. Gleichzeitig sind auch die kleineren Clubs nicht wirklich effektiv, von ihrer fehlenden Legitimität ganz zu schweigen. Nicht ohne Grund wurde in Kopenhagen auch ein fast vergessenes Thema wiederentdeckt: das institutionelle Design der Weltumweltpolitik, mit einer Weltumweltorganisation im Kern. Doch wie genau die aussehen könnte, darüber herrschr Unklarheit.

Die öffentliche Förderung für grüne Technologien ist zentral, ohne langen Atem des Staates wird es diese nicht geben. Das war bei den Eisenbahnen im 19. Jahrhundert so, es war bei der Luftfahrt und der Informationstechnologie wie auch der Atomindustrie im 20. Jahrhundert so, und es wird bei den Effizienz- und Umwelttechnologien wie den Erneuerbaren im 21. Jahrhundert so sein. Dumm nur, dass erst einmal der immer noch weit verbreitete Neoliberalismus mit seiner blinden Staatsfeindlichkeit im Weg steht und den historischen Zusammenhang von technischer Entwicklung, Wohlstand und Staatstätigkeit übersieht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Juliane, ich kann Dir vollkommen zustimmen. Welches Forum wirklich das richtige für globale, multilaterale Verhandlungen ist scheint in der Tat gerade in der Schwebe zu sein. Erst Handel, jetzt Klima: Die großen Verhandlungsarenen stecken fest. Gleichzeitig sind auch die kleineren Clubs nicht wirklich effektiv, von ihrer fehlenden Legitimität ganz zu schweigen. Nicht ohne Grund wurde in Kopenhagen auch ein fast vergessenes Thema wiederentdeckt: das institutionelle Design der Weltumweltpolitik, mit einer Weltumweltorganisation im Kern. Doch wie genau die aussehen könnte, darüber herrschr Unklarheit.</p>
<p>Die öffentliche Förderung für grüne Technologien ist zentral, ohne langen Atem des Staates wird es diese nicht geben. Das war bei den Eisenbahnen im 19. Jahrhundert so, es war bei der Luftfahrt und der Informationstechnologie wie auch der Atomindustrie im 20. Jahrhundert so, und es wird bei den Effizienz- und Umwelttechnologien wie den Erneuerbaren im 21. Jahrhundert so sein. Dumm nur, dass erst einmal der immer noch weit verbreitete Neoliberalismus mit seiner blinden Staatsfeindlichkeit im Weg steht und den historischen Zusammenhang von technischer Entwicklung, Wohlstand und Staatstätigkeit übersieht.</p>
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		<title>Von: Juliane</title>
		<link>http://klimakrise.de/2009/12/20/gestern-kopenhagen-morgen-vier-grad-plus/comment-page-1/#comment-7033</link>
		<dc:creator>Juliane</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 23:03:21 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Nils. 

Ich denke, es bedarf beidem - einer Entwicklung from the bottom up UND top-down.

Mich hatte die Konferenz 2007 schwer ins Grübeln gebracht - die Tatsache, dass da ein Vertreter aus Papua-Neuguinea die ganze Konferenz mit einem adressatengerechten Kommentar in eine andere Richtung zu lenken vermochte (zumindest sah es durch den Filter der Medien so aus), schien irgendwie völlig unmöglich, dann aber auch wieder völlig logisch. 

Tja, jetzt ist das Thema Konferenzdynamik, -methodik, -psychologie heiss diskutiert und das ist auch gut so. Ich bin einfach ein bisschen schockiert, dass man offensichtlich aus den WTO-Runden nichts- aber auch wirklich nichts gelernt hat und dabei geht es jetzt um soviel mehr...Kopenhagen: zu hohe Komplexität, zu wenig Zeit, zuviele Akteure... welch banale Erkenntnis...warum bloß erst danach?

Strategien auf grüne Wirtschaft umzustellen: Das ist nur ein Punkt unter vielen, aber KMU brauchen z.T. finanzielle Unterstützung. Wirtschaftsförderungsagenturen müssen konsequent auf dieses Feld eingestimmt, ja getrimmt werden. Das ist momentan, wie ich aus Erfahrung weiss, nicht der Fall.   

Beste Grüße,
Juliane</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Nils. </p>
<p>Ich denke, es bedarf beidem &#8211; einer Entwicklung from the bottom up UND top-down.</p>
<p>Mich hatte die Konferenz 2007 schwer ins Grübeln gebracht &#8211; die Tatsache, dass da ein Vertreter aus Papua-Neuguinea die ganze Konferenz mit einem adressatengerechten Kommentar in eine andere Richtung zu lenken vermochte (zumindest sah es durch den Filter der Medien so aus), schien irgendwie völlig unmöglich, dann aber auch wieder völlig logisch. </p>
<p>Tja, jetzt ist das Thema Konferenzdynamik, -methodik, -psychologie heiss diskutiert und das ist auch gut so. Ich bin einfach ein bisschen schockiert, dass man offensichtlich aus den WTO-Runden nichts- aber auch wirklich nichts gelernt hat und dabei geht es jetzt um soviel mehr&#8230;Kopenhagen: zu hohe Komplexität, zu wenig Zeit, zuviele Akteure&#8230; welch banale Erkenntnis&#8230;warum bloß erst danach?</p>
<p>Strategien auf grüne Wirtschaft umzustellen: Das ist nur ein Punkt unter vielen, aber KMU brauchen z.T. finanzielle Unterstützung. Wirtschaftsförderungsagenturen müssen konsequent auf dieses Feld eingestimmt, ja getrimmt werden. Das ist momentan, wie ich aus Erfahrung weiss, nicht der Fall.   </p>
<p>Beste Grüße,<br />
Juliane</p>
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